Der Dreistelz

Blick vom Dreistelz

unser Hausberg

Mit seinen 660 m über Normalnull ragt der Dreistelzberg als höchster Berg über den Kuppen der südlichen Vorrhön auf. Mehrere Wanderwege führen um und über den Dreistelz. Aufgrund der guten Fernsicht ist der Dreistelz von jeher beliebtes Ausflugsziel aus Nah und Fern.

Nordöstlich des Dreistelz, auf rund 550 Höhenmetern gelegen, ist der Berggasthof "am Dreistelz" als Ausgangspunkt für Wanderungen auf bzw. um den Dreistelz sowie zu Zielen in der Umgebung hervorragend geeignet.

>> RUNDBLICK <<
(Zum Abspielen des Rundblickes
benötigen Sie den Quicktime-Viewer,
den Sie hier kostenlos herunterladen können:
http://www.apple.com/de/quicktime/download/)

Der Heimatforscher Dr. Gartenhof beschrieb den Dreistelz so:

"Als ein stolzer Einzelgänger erhebt er sich breit und wuchtig zum Abschluss der südlichen Rhön. Mit seinen 660 m Metern Höhe überragt er alle seine nächsten Nachbarn. Wie ein Vater hütet der mächtige Basaltküppel unsere Heimat, schaut weit in die Täler der Sinn und Saale, blickt auf einen Kranz blühender Siedelungen, hält Ausflug in das fränkische Land und verfolgt gegen Mittag die unendlichen Wellen des herrlichen Buchenwaldes. Seit urdenklichen Zeiten bedeutet er seinen Umwohnern Sinnbild der Landschaft und die Sagen, die ihn geheimnisvoll umraunen, wurzeln in der Glaubenswelt der grauen Vorzeit. Die landläufigste Sage wird uns von Bechstein erzählt:"

Sage vom versunkenen Schloß auf dem Dreistelz...

An der Stelle wo einst das Schloss der ´Drei Stolzen´ gestanden haben soll, befindet sich heute ein kleiner See. Dieser See ist gut auf einem Weg zu erreichen, der direkt am Dreistelzhof beginnt.
An der Stelle...

Vormals stand auf dem Berge ein prächtiges Schloss, das von drei elternlosen Jungfrauen bewohnt war. Nicht nur ihre ausnehmende Schönheit, sondern auch ihre Hoffart und Prunkliebe verlieh ihnen den Namen "die drei Stolzen". Danach hieß auch ihr Schloss "Dreistolzenschloss", nach welchem der Berg später Dreistelz genannt wurde. Die drei hochmütigen Damen führten ein Leben in Üppigkeit und Überfluss. Für die Armen und ihre Untergebenen besaßen sie jedoch kein Herz und sie behandelten diese hart und lieblos. Nun kam einmal eines Abends ein müder Pilger vor das Schlosstor und bat um Einlass, um einen bescheidenen Imbiss und ein Nachtquartier, wie es ihm sonst überall gewährt wurde. Die stolzen Herrinnen wiesen den Obdachlosen ungnädig ab und als er mit dem Weggehen noch ein wenig zögerte, hetzten sie ihre scharfen Jagdrüden auf ihn. Nun ergrimmte aber der Pilger, hob zornig seinen Stab und sprach eine fürchterliche Verwünschung über Schloss und Besitzer aus. Da entstand plötzlich ein schreckliches Getöse, Blitze zuckten aus dem Abendhimmel und die Erde spie unheimliche Flammen. Als Qualm und Rauch sich verzogen hatten, war von dem Schlosse nichts mehr zu sehen. Es war mit allen seinen Bewohnern in die Tiefe des Berges versunken. Dort schlafen sie bis zum jüngsten Tage. Wo das Schloss stand, befindet sich heute ein kleiner See. Sonntagskinder können dort am Jahrestag des Unterganges einen Hahn aus dem Schlosse der Erde krähen hören.

An der Stelle wo einst das Schloss der "Drei Stolzen" gestanden haben soll, befindet sich heute ein kleiner See. Dieser See ist gut auf einem Weg zu erreichen, der direkt am Dreistelzhof beginnt.

Der hölzerne Aussichtsturm

Seit etwa 1840 gab es auf den Dreistelz einen hölzernen Aussichtsturm. Bereits im Jahre 1819 ließ König Ludwig I. einen Fußweg zum Gipfel, vom Staatsbad Bad Brückenau aus, anlegen. Möglicherweise wurde der Turm auch bereits zu diesem Zeitpunkt gebaut.

1896 wurde der Turm infolge Baufälligkeit abgerissen und als Stahlkonstruktion neu erstellt. 2001 wurde der Turm abgebaut und gründlich saniert. Im Juli 2002 wurde die Konstruktion wieder aufgestellt und gewährt seit dem allen Besuchern wieder einen herrlichen Blick in die Rhön.

Historische Zeichnung des Dreistelzturmes, ca. 1910. Im Hintergrund das Staatsbad Bad Brückenau.

tl_files/daten/bilder/dreistelz_logo.gif